Barcelona – Spanien, Europa

Eine Stadt voller Farben, Facetten – so lebendig, dass sie euch mitreißen wird. Die europäische Version der „Stadt, die niemals schläft“. In den kleinsten, unscheinbarsten Ecken und Winkeln findet ihr Leben und Temperament.

Die Touristenattraktion schlechthin ist „La Rambla“. Eine Bummelstraße im Kern der Stadt. Mittig eine Flaniermeile, rechts und links davon reihen sich Restaurants, Verkaufsstände, Läden. Vieles davon ist an die Touristen angepasst, auch preislich gesehen. Aber hier und da findet ihr auch kleine Schätze. Wenn ihr in Richtung des Meeres die Rambla hinunter schlendert, eröffnet sich auf eurer rechten Seite ein kulinarisches Paradies: den Markt La Boqueria. Ein Muss! Laute, rumwuselnde Menschen, Marktschreier, die euch erst im Nachhinein auffallen, weil ihr so fasziniert seid von all diesen Delikatessen, die euch umringen. Vitamine, Backwaren und Süßigkeiten liegen in der Luft. Plant also viel Zeit und einen großen Appetit ein. Von Frühstück bis Hauptmahlzeit – hier wird jeder Hunger gestillt. Aber Obacht: sonntags ist der Markt leider geschlossen.

Auf der gegenüberliegenden Seite leitet euch euer Weg zum mediterranen Placa Reial – der Eintritt in die, der Rambla benachbarten, Altstadt. Für mich das wahre Barcelona: rau, charmant, lebendig, bunt, frei. Kleine Gassen, die ineinander verlaufen. Das Leben findet draußen, auf der Straße, statt. Ein Miteinander der Einheimischen. Ein Labyrinth an Gassen im gotischen Stil. Plant euren Weg nicht nach einem vordiktierten Reiseführer, sondern bummelt dort lang, wo eure Nase euch hin führt. Den Charakter der Stadt könnt ihr in diesem Stadtviertel am besten kennenlernen.

Wir sind uns einig: in der kleinen Gasse zwischen dem Placa Reial und der Rambla findet ihr nicht nur das beste Eis, das ihr je gegessen habt – mehr noch – es ist mehr wie eine eigene Kreation dieses Desserts. Lasst euch das nicht entgehen! Abgesehen von dem süßen Genuss, ist es wirklich auch ein gemütlicher, stilvoller Laden: Artisa.

Am Ende der Rambla stoßt ihr unwillkürlich auf das Meer und den Strand, einen langen Strand: Barceloneta. Genauer gesagt: 4,2 Kilometer! Das klingt doch ganz nach einem sandigen Spaziergang. Aber – egal, wie warm es innerhalb der Stadt auch sein mag – nehmt euch eine warme Jacke mit. Am Meer kann’s sonst unegmütlich werden.

Kulinarisches Spanien – woran denkt ihr dabei? Richtig: Tapas! Warum für eine Hauptspeise entscheiden, wenn man es sich mit so vielen Leckereien und in bester Gesellschaft gut gehen lassen kann?! Die kleinen Tapas sind kein Snack für zwischendurch, die Spanier zelebrieren dadurch ihre Esskultur und es ist herrlich. (Für den Snack zwischendurch eignet sich hervorragend eine Portion von „Las Fritas“ – gerne auch eine große Portion ;).) Abgesehen der üblichen Touristenpfade findet ihr zig gute, ursprünglich geprägte Tapas-Restaurants und ich bin mir sicher, ihr werdet mit keinem einen Fehlgriff landen. Jeder Laden hat seinen eigenen Stil und Charme. Ein ganz eigenes Konzept findet ihr in der „Tasqueta de Blai Bar“: kalte Tapas stapeln sich auf der gesamten Theke, gespickt mit einem kleinen Holzstiel. Probiert euch durch die Teller, schnappt euch die Tapas, die euch am besten gemundet haben, am Ende zahlt ihr die Anzahl eurer Hölzchen, die meist je 1 Euro ausmachen. Eine lockere, moderne und neue Definition der Tapasvariation.

Von dort aus startet ihr das Abendprogramm: zu Fuß erreicht ihr in circa 15 Minuten den Font Màgica. Im Sommer finden an diesem Brunnen, unterhalb des Nationalmuseums,  in den Abendstunden farbig beleuchtete Wasserspiele statt, die ich stundenlang hätte anschauen können. Wenn ihr also, wie ich auch, eine Leidenschaft für Wasserfälle und Brunnen hegt, solltet ihr euch unbedingt Zeit hierfür einplanen. Eine echte Alternative zum Fußmarsch zum Font Màgica: in 45° Grad Steillage – einem wirklich ungewohnten Erlebnis – fährt euch die Straßenbahn auf den Montjuic. Eine weitere Möglichkeit den Montjuic gemütlich zu erklimmen: die Seilbahn, die im Hafen startet. Mit Wartezeiten von über zwei Stunden müsst ihr hierbei rechnen. Vom Montjuic aus könnt ihr die Treppen bis  zum Font Màgica hinunter wandern und werdet darüber hinaus Zeuge eines wunderbaren Panoramas auf diese charaktervolle Stadt. (Leider fand während unserer Zeit dort eine Automesse statt, weshalb wir nicht nahe genug an den Brunnen ran kamen, um gute Fotos zu schießen, tut mir leid.)

Barcelona trägt zusätlich den Namen Gaudis. Wer dessen Bauwerke und die umliegende Natur genießen möchte, den führt sein Weg in den Park Güell im nördlichen Teil Barcelonas. Der Park besticht durch seine offene, katalanische Art und den außergwöhnlichen, bunten Bauwerken. Musiker, kleine Stände, Wege, die sich die Berge hoch schlingeln.  Auf die dort angebotenen Touren müsst ihr nicht zurückgreifen. In mehreren, ineinander übergehenden Rundwegen erkundet ihr den Park in all seinen Etagen und Farben. Bestimmte Teile des Parks, erreicht ihr ledigilich über kleine Eintrittsgelder. Allerdings lauern dort, wie kann es auch anders sein 😉 – viele Toursiten.

Was eure Unterkunft angeht, so kann ich euch das Urbany Hostel empfehlen. Es liegt zentral, ist jung, modern und sauber. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Frühstück könnt ihr wahlweise dazu buchen. Wenn ihr, wie wir, mit mehreren Personen unterwegs seid, eignet sich auch ein Mehrbettzimmer mit privatem Bad. Mit der Unterkunftssuche solltet ihr in Barcelona recht früh an sein.

Hier euer Link dazu:

http://www.urbanyhostels.com/de/urbany-barcelona/urbany-barcelona-hostels-de

Anders als in Dublin sind die Strecken innerhalb Barcelonas etwas weiter ausgelegt. Auf die öffentlichen Verkehrsmittel kann man nur selten komplett verzichten. Da die Preise für die Großstadt aber rentabel sind, spielt das keine große Rolle, hier eine Übersicht für euch:

http://www.barcelona.de/de/barcelona-oepnv.html

 Einiges habe ich euch schon vorgestellt, aber Barcelona hat noch soviel mehr zu bieten. Wie beispielsweise den Park de Ciutadella, Montserrat und vieles mehr. Es wird sicherlich nicht mein letzter Besuch in dieser Stadt gewesen sein und vom nächsten Mal werde ich euch natürlich wieder berichten 😉 .

Ich hoffe, ich konnte euch von Barcelona genauso begeistern, wie ich es bin und wünsche euch in meinem nächsten Blog viel Spaß mit San Francisco.

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San Francisco
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Auf eurem Weg von dem Placa Reial in die Altstadt
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Paris in Barcelona
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Tapas wohin man sieht – schlagt zu!
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Bon Appetit wünsche ich euch beim Schlemmen dieser katalanischen Köstlichkeiten
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Hora official
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Typischer Baustil in Barcelona
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Artisa – Nehmt euch Zeit für ein Eis zwischendurch
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Placa Reial
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Placa Reial
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Typisch Barcelona
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Spanisches Flair in der Altstadt
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La Tasqueta de Blai Bar
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La Tasqueta de Blai Bar – sucht euch eure Lieblingstapas aus
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La Tasqueta de Blai Bar – das ist doch mal eine Tapasvaration, die ich schätze
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Barcelonas Laternen
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Park Güell
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Park Güell
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Park Guell
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Park Güell
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La Rambla – die berühmteste Straße Barcelonas
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Ein kleines Päuschen muss sein ..
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Barcelonas Straßen
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La Boqueria
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La Boqueria
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La Boqueria
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Sonnenuntergang am Nationalmuseum / Font Màgica
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Siesta
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Street Art

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11 Gedanken zu “Barcelona – Spanien, Europa

  1. So schön bunt beschrieben, wie die Stadt wahrlich ist!! Und deine Bilder gefallen mir wie immer total gut! 😊 Hab ein halbes Jahr in Barcelona gelebt und die Stadt sehr geliebt. Man kann immer wieder dorthin zurückkehren und sich neu in sie verlieben.

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  2. So gehts einem, wenn man an einem mieswettrigen Sonntag vom Hölzchen aufs Stöckchen oder vielmehr von einem Facebook-Post aus ohne Ziel rumsurft: man landet, wie ich, auf diesem tollen Blog!

    Und weil er mir so gut gefällt, werde ich jetzt noch ein bisschen genüsslich stöbern bei Dir !

    Gefällt 1 Person

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